Frauen-Union Koblenz-Montabaur lud zur Diskussion um den § 218 ein

Die Frauen-Union Koblenz-Montabaur lud ins Weindorf in Koblenz ein um vor einem interessierten Publikum das Thema „Schwangerschaftsabbruch und § 218“
all umfassend zu diskutieren.

Mechthild Heil, MdB und Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU Fraktion, berichtete zunächst über die Abschaffung des § 219a StGB und darüber, dass sich die Befürchtungen - dass Ärzt/innen aktiv für einen Schwangerschaftsabbruch werben - nicht bestätigt haben. Das Gegenteil ist der Fall; es gibt laut Aussagen der Beratungsstellen zu wenige Ärzt/innen, die bereit sind, einen Abbruch durchzuführen.

Der Verein donum vitae setzt sich auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes für den Schutz des ungeborenen Lebens und für die Würde von Frau, Mann und Kind ein. Oberste Priorität hat, dass eine Entscheidung für oder gegen das Kind nicht aus finanziellen Erwägungen heraus getroffen wird.
„In der Beratung übernehmen wir die doppelte Anwaltschaft für Mutter und Kind, denn wir sind überzeugt, dass das Leben eines Kindes nur mit der Mutter und nicht gegen sie geschützt werden kann“, so die Landesvorsitzende von donum vitae Rheinland-Pfalz, Constanze Nattermann.
Sie erläuterte die Historie von donum vitae und die rechtlichen Aspekte der zurzeit stattfindenden Diskussion. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission befasst sich u. a. mit den Möglichkeiten der Regulierung für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches. Donum vitae vertritt unabhängig von einem Verbleib im Strafgesetzbuch die Auffassung, dass die verpflichtende Beratung auf jeden Fall erhalten bleiben soll.
Auch die Vorsitzende der FU Koblenz-Montabaur, Zemfira Dlovani, bekräftigte: „Die Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch muss ausdrücklich verpflichtend bleiben, dies könnte auch so im Schwangerschaftskonfliktgesetz geregelt werden. Der Staat muss den betroffenen Frauen einen ungehinderten und unkomplizierten Zugang zu einer qualifizierten Beratung gewährleisten“.

„Gerade die Beratung ist essentiell bei Frauen, die in Konfliktsituationen zu uns kommen und dankbar sind, für die aufgezeigten Hilfen oder oft auch nur ein offenes Ohr von neutraler Seite“ berichtete die Leiterin der Beratungsstelle in Boppard, Ingrid Gundert. Sie schilderte einige anonymisierte Fälle, die durch das ergebnisoffene Beratungsgespräch zu einer guten selbstverantwortlichen Entscheidung finden konnten.

Alle Anwesenden haben sich für den interessanten Abend bedankt und Mechthild Heil wird die Argumente mit nach Berlin nehmen und in den zuständigen Gremien zur Diskussion stellen.