„Upskirting“ muss vollumfänglich bestraft werden

Vermehrt tauchen im Internet Fotos von Frauen auf, denen heimlich unter den Rock fotografiert wurde. Dieses Phänomen wird auch als „Upskirting“ bezeichnet. Hierbei werden Aufnahmen der ahnungslosen Frauen mit Smartphone oder Minikamera im öffentlichen Raum gemacht. Diese voyeuristische Fotografie verletzt unserer Auffassung nach das Recht auf Privatsphäre, insbesondere die Opfer in ihrer sexuellen Selbstbestimmung. „Es ist unabdingbar, dass der Paragraf 201a StGB dahingehend geändert wird, dass die Verletzung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung unter Strafe gestellt wird. Die Rechtslücke muss geschlossen werden“, so die Rechtsanwältin und Vorsitzende der Frauen Union Koblenz Zemfira Dlovani. „Wer solche Fotos macht, muss bestraft werden. Wir sind froh, dass die Frauen Union in Nordrhein-Westfalen einen entsprechenden Vorstoß gemacht hat, dem wir uns anschließen wollen. Deshalb fordern wir, dass das „Upskirting“ vollumfänglich bestraft werden muss“, ergänzt Stadträtin Julia Kübler.

Dabei sind sich beide einig, es darf nicht nur bei Forderungen bleiben. Vielmehr muss dieses Thema auch durch Initiativen auf Landesebene vorangetrieben werden, um das angestrebte Ergebnis zu erzielen.