Armut und Gesundheit

Die Frauen Union Koblenz hat sich in einem Fachseminar mit der Thematik Armut und Gesundheit auseinander gesetzt. „Weil Du arm bist, musst Du früher sterben.“, mit dieser These aus dem Positionspapier der nationalen Armutskonferenz stieg die Referentin Julia Kübler in die Thematik ein.

Auf Grundlage dieses Positionspapiers stellte die Frauen Union, mit Ihrer Kreisvorsitzenden Zemfira Dlovani, fest, dass gerade Menschen mit schwachen Einkommen und gesundheitlich Beeinträchtigungen an ihrer Lebenssituation leiden. So seien gerade psychische Erkrankungen weit verbreitet und oft der Einstieg in eine Abwärtsspirale. Dadurch haben Menschen immer weniger Chancen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Frauen Union sieht ein großes Defizit an niederschwelligen Angeboten im Gesundheitsbereich. Gerade bei der gesundheitlichen Aufklärung und hier zum Beispiel der Bereich der gesunden Ernährung, fehlt meist eine adressatengerechte Aufarbeitung.

Natürlich muss auch ein besonderes Augenmerk auf geflüchtete Menschen und allgemein Menschen mit Migrationshintergrund gelegt werden. Hier ist es wichtig, dass viel Wert auf Kultursensibilität, Aufklärung und Anpassung gelegt wird.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht die Frauen Union bei wohnungslosen Menschen. Diese trifft meistens sehr genau die These aus dem Positionspapier, dass Armut schwere Folgen bedeuten. So ist es hier unabdingbar, dass wohnungslose Menschen besonders betreut werden. „Wir müssen sicherstellen, dass auch wohnungslose Menschen gesundheitlich gut versorgt sind und somit die größten Nöte gelindert werden“, resümierte die Referentin Julia Kübler.