Vertretungsverträge / Kettenarbeitsverträge

Das bildungspolitische Stichwort:


Heute: Vertretungsverträge/ Kettenarbeitsverträge

Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass ein Arbeitsvertrag auf unbefristete Zeit abgeschlossen wird.
Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist jedoch auch der Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen möglich.

Begriff, Arten der Befristung und Beendigung

Nach § 3 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist ein Arbeitnehmer mit einem auf eine bestimmte Zeit geschlossenen Arbeitsvertrag befristet beschäftigt. Das Gesetz differenziert zwischen kalendermäßiger Befristung (Befristungen ohne Sachgrund) und Zweckbefristung (Befristungen mit Sachgrund). Das Arbeitsverhältnis endet im Fall der kalendermäßigen Befristung dann mit Ablauf der vereinbarten Zeit und zwar automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Weil das Arbeitsverhältnis automatisch, kraft Zeitablauf endet und für die Beendigung keine Kündigung erforderlich ist, haben auch etwaige bei Vertragsschluss bestehende oder zwischenzeitlich eingetretene Kündigungsbeschränkungen (zum Beispiel Schwerbehinderung, die Wahl in den Betriebsrat und so weiter) keine Auswirkungen auf die Beendigung. Dies gilt auch für den Fall, dass eine Arbeitnehmerin während des Befristungszeitraumes (oder schon vorher) schwanger wird.
Bei unbefristeten Arbeitsverträgen ist eine Kündigung gegenüber einer schwangeren Frau grundsätzlich verboten, § 9 MuSchG. Da aber ein befristeter Arbeitsvertrag eben nicht durch eine Kündigung beendet wird, sondern schlicht durch Zeitablauf oder Zweckerreichung endet, ist es für die Beendigung völlig unerheblich, ob eine Frau schwanger ist oder wird. Dies gilt auch dann, wenn sie sich in Mutterschutz befindet.

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