Gedenken an die Opfer der deutschen Teilung

gedenkfeier 17 juniDem 67. Jahrestag der Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 gedachten die CDU Koblenz und die Peter-Altmeier-Gesellschaft mit einer Kranzniederlegung an dem Mahnmal aus Segmenten der Mauer am Deutschen Eck. 

Kreisvorsitzender Mark Scherhag erinnerte in seiner Ansprache an die mehr als 50 Todesopfer und die rund 1600 Demonstranten, die ihre Teilnahme mit zum Teil langjährigen Haftstrafen in Gefängnissen und Arbeitslagern büßen mussten. Stellvertretend für sie alle verlas er die Namen derer, die in Berlin mit ihrem Leben bezahlten. Der 17. Juni 1953 gehöre zweifellos zu den Schlüsseldaten der jüngeren deutschen Geschichte, auch wenn er in seiner vollen gesamtdeutschen und europäischen Bedeutung nicht angemessen wahrgenommen werde, so Scherhag weiter.

Mit den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung, darunter der Bundestagsabgeordnete Josef Oster MdB, die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Anne Schumann-Dreyer und der Vorsitzende der Peter-Altmeier-Gesellschaft Andreas Biebricher, war sich Kreisvorsitzender Scherhag einig, dass uns der 17. Juni nicht nur Anlass zu Kranzniederlegung sein sollte. Aus der Erfahrung und Erinnerung erwachse die Verpflichtung und die Verantwortung für unser Freiheitsstreben und den Einsatz für unsere Demokratie und unsere Bürgerrechte. 

Was Freiheit für uns bedeutet, konnte jeder in den letzten Monaten erleben. Aber im Gegensatz zu Diktaturen, die Freiheiten regelmäßig beschränken, um sie dann dauerhaft einzuschränken, durften wir erleben, wie unsere freiheitliche Demokratie und unsere Regierung uns unsere Freiheit wieder zurückgegeben hat und weiter zurückgibt, machte Kreisvorsitzender Scherhag deutlich. Wir sind alle dazu aufgerufen, uns für ein Leben in Frieden und Freiheit in ganz Europa einzusetzen, so Scherhag abschließend.