„Ich bin ein Kind dieser Stadt“

Neue Bürgermeisterin Ulrike Mohrs freut sich auf ihre Aufgabe

mohrs scherhag 2018

Der Kreisvorsitzende der CDU Koblenz Mark Scherhag (Mitte) und die Fraktionsvorsitzende Anne Schumann-Dreyer (links) beglückwünschten Ulrike Mohrs zu ihrer Wahl zur Bürgermeisterin. Foto: Korzilius

Der Koblenzer Stadtrat hat darauf verzichtet, die Bürgermeisterstelle auszuschreiben und Ulrike Mohrs zur Nachfolgerin von Marie-Theres Hammes-Rosenstein gewählt. Die derzeitige Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen wird ihr Amt am 1. Dezember antreten.

Die Wahl an sich war keine Überraschung, da Mohrs bereits im Vorfeld als einzige Kandidatin ins Spiel gebracht worden war, wohl aber das klare Ergebnis: 44 Stadtratsmitglieder stimmten für Ulrike Mohrs bei lediglich vier Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. „Solch ein großer kommunalpolitischer Konsens ist wirklich selten“, freute sich der CDU-Kreisvorsitzende Mark Scherhag über das sehr gute Ergebnis der von der CDU vorgeschlagenen Kandidatin.

Die neue Bürgermeisterin hatte vor der Wahl alle Fraktionen des Stadtrats besucht und dabei offensichtlich überzeugen können. „Eine breite Unterstützung war mir wichtig, die habe ich jetzt bekommen. Man benötigt eine breite Basis, damit man etwas bewegen kann. Ich gehe diese Aufgabe gestärkt und mit ganz viel Mut an“, sprüht Ulrike Mohrs voller Tatendrang.

Seit 2012 ist die 53-Jährige Leiterin der Agentur für Arbeit in Koblenz und hatte damit nach eigenen Aussagen ihren „Traumjob erreicht“. Doch dann kam die Anfrage, ob sie sich vorstellen könne, Bürgermeisterin von Koblenz zu werden. „Boah, das wäre es – hab ich zuerst gedacht. Ich bin ein Kind dieser Stadt und möchte in dieser Stadt alt werden. Ich habe mir einige Tage Bedenkzeit erbeten, mich dann aber schnell entschieden. Auch die Reaktionen in meinem engsten Umfeld waren durchweg positiv“, blickt Ulrike Mohrs zurück.

Ihre größte Herausforderung in der neuen Position sieht die kommende Bürgermeisterin darin, sich zunächst „einen Überblick zu verschaffen“. Schließlich hätten eine Bundesagentur und eine Kommune unterschiedliche Kulturen. Eine ihrer ersten Maßnahmen soll die Einführung einer Jugendberufsagentur sein.

„Wir haben mit Ulrike Mohrs die optimale Besetzung für den Posten gefunden. Damit hat die CDU ihre Handlungsfähigkeit bestätigt und gezeigt, dass man sich auf sie verlassen kann“, sagte Scherhag, der mit seinen Vorstandskollegen bereits eifrig an den Listen für die Kommunalwahl 2019 bastelt, über die im November bei der Delegiertenversammlung abgestimmt wird.

-dko- Koblenzer Schängel vom Mittwoch, 5. September 2018, Seite 3