Gelungener Jahresauftakt der CDU Koblenz

oettinger 2015 vsAuch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Einladung der CDU Koblenz zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ins VW-Zentrum an der B 9 gefolgt, um mit dem Jahresauftakt der Christdemokraten an einer der wichtigsten Veranstaltungen im politischen Jahreskalender teilzunehmen. Der CDU-Kreisvorsitzende und hiesige Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher freute sich, unter den mehr als 400 Gästen auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Behörden, Schulen, Justiz, Sport und sozialen Verbänden begrüßen zu dürfen. Vor allem den diesjährigen Gastredner Günther Oettinger, der seit kurzem in der Europäischen Kommission für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständig ist, hieß er herzlich willkommen. Nach einer Bekundung der Anteilnahme und einer Schweigeminute für die Opfer der Terroranschläge von Paris, rief Biebricher in seiner Begrüßungsrede dazu auf, entschlossen für unsere westlichen Werte wie die Freiheit und insbesondere jene des Wortes einzutreten.

Nach einer kurzen Bilanz des Wahljahrs 2014, das für die CDU insgesamt und gerade für die CDU Koblenz sehr erfolgreich gewesen war, wies er auf die nicht minder wichtige Bedeutung des angebrochenen Jahres hin: „Auch wenn 2015 ein Jahr zwischen den Wahlen ist, werden schon jetzt bereits wichtige Weichen für Landtagswahl 2016 gestellt.“ Nachdem auch der Geschäftsführer des VW-Zentrums als Hausherr und der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs die Anwesenden begrüßt hatten, ergriff schließlich Günther Oettinger das Wort.

Die aktuellen Krisen in der Welt hätten ihm zufolge gezeigt, dass Deutschland nun vor einer Weggabelung stehe, an der es sich entscheiden müsse, ob es seiner gewachsenen Bedeutung auch durch die Übernahme von mehr internationaler Verantwortung künftig mehr gerecht werde. In einer globalisierten Welt sei es nicht mehr möglich, lediglich Waren ins Ausland zu exportieren, die Probleme anderer Länder dabei jedoch zu ignorieren. Dass Deutschlands Wort in der Welt Gewicht habe, führte er auf seine wirtschaftliche Stärke zurück. Dabei erinnerte der EU-Kommissar daran, dass Deutschland noch zur Jahrtausendwende der „kranke Mann“ Europas gewesen sei. Seinerzeit habe man allerdings die Probleme erkannt und entsprechend darauf reagiert. Umfangreiche Reformen hätten die Grundlage dafür geschaffen, dass Deutschland heute auf dem Höhepunkt ökonomischer Leistungskraft angelangt sei.

An die Spitze aufzusteigen sei jedoch die eine Sache, während es die wirkliche Kunst sei, diesen Platz zu behaupten. In einem harten globalen Wettbewerb, bei denen die Konkurrenten aus den USA und Asien bestens aufgestellt seien, setze dies Flexibilität und Reformfähigkeit voraus. Die gegenwärtig in der EU lebenden 7 Prozent der Weltbevölkerung erbrächten 25 Prozent der Weltwirtschaftsleistungen, womit jedoch gleichzeitig über 50 Prozent der Weltsozialleistungen finanziert werden müssten. Dies dauerhaft zu stemmen, gelänge laut Oettinger aber nur, wenn Qualität und die Produktivität der Wirtschaft sichergestellt würden. Er appellierte daher eindringlich, den Anschluss an die Digitale Revolution nicht zu verpassen und forderte eine umfassende Strategie. „Wir stecken in einer digitalen Aufholjagd“, meinte er und plädierte dafür, Deutschland und Europa flächendeckend an das schnelle Internet anzuschließen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Biebricher dankte dem EU-Kommissar für seine eindrucksvolle Rede und zeigte sich froh darüber, dass angesichts der gewaltigen durch die Digitalisierung gestellten Herausforderungen mit Oettinger jemand mit ausgesprochenen Macher-Qualitäten diesen wichtigen Schlüsselbereich übernommen habe. Im Anschluss an den durch das gemeinsame Singen der Nationalhymne beendeten offiziellen Teil des Abends stärkten sich die Gäste an einem bereitgestellten Imbiss.

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Weitere Fotos des Neujahrsempfangs 2015 mit Günther Oettinger finden Sie in unsewrer Fotogalerie ...