Koblenz kann noch mehr Profil zeigen

Das Ergebnis der Arbeitssitzung des Vorstandes der kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) bei der auch Andreas Biebricher , Mitglied des Landtages und CDU-Kreisvorsitzender zu Gast war ist klar und deutlich: Koblenz kann mehr Profil zeigen und benötigt eine eindeutige Kommunikation dazu!

Innerhalb der Diskussionen, wie wir den Wirtschaftsstandort Koblenz weiterhin halten und ausbauen können kam immer wieder folgende Frage auf: "Was ist Koblenz überhaupt?" Eine Einkaufs- und Touristenstadt!? Kulturstadt!? Sportstadt!? IT-Stadt!? Wein- und Genussstadt!? Bildungsstadt!? Gesundheitsstadt!? Auf diese Frage entsteht zu Recht ein bunter Strauß von Möglichkeiten mit denen man antworten kann. "Wir sind eine hervorragend aufgestellte Stadt und haben viele Stärken und überzeugende Standortfaktoren für Bürger und Unternehmen, die sich entschließen "Koblenzer" zu sein, zu bleiben oder zu werden. Aber mit diesem Pfund müssen wir wuchern! Wir sollten diese starken Standortfaktoren bewusst nach außen tragen und damit über die Stadtgrenzen hinaus langfristig überzeugen, um weiterhin wachsen zu können", so die Vorsitzende der KPV und Stadtratsmitglied, Claudia Probst.

Die Stadt Koblenz hat in den letzten Jahren viel getan für ihren Spitzenplatz in vielen Rankings zur Attraktivität von Städten in Deutschland. Es wurde viel investiert und eine Menge einzigartiger Schönheiten geschaffen oder renoviert, wie beispielsweise die Rheinanlagen und die Schlösser, die Attraktionen für die Bundesgartenschau, in der Stadt und auf der Festung sowie das Forum Confluentes. Jetzt geht es darum, über das was wir sind, mehr zu sprechen und dafür zu werben. Insbesondere innerhalb unseres Einzugsgebiets. Wir haben eine Menge zu bieten, was innerhalb eines Werbekonzeptes aufgearbeitet und in ein Profil eingearbeitet werden muss. Ein sogenanntes Markenkonzept für die Dachmarke Koblenz ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche und überzeugende Werbekampagne für unsere Stadt.
 
In diesem Zusammenhang ist insbesondere eine einheitliche Ausrichtung der einzelnen Maßnahmen, Veranstaltungen und Außenauftritte der Stadt dringend notwendig. Koblenz verfügt über viele hoch engagierte Bewohner, die sich teils beruflich, teils ehrenamtlich mit der Entwicklung und der Attraktivität der Stadt beschäftigen. Hier werden aber viele Synergien noch nicht genutzt und manche positiven Ansätze verlaufen sich, weil eine Einbindung und Verknüpfung in andere Maßnahmen fehlt.

Neben einer solchen einheitlichen Ausrichtung könnte auch gleich der neugeforderte Wirtschaftsbeirat von Koblenz um seine Meinung gefragt werden. Dies ist ebenfalls eine Idee der KPV, die nun auch in einem Antrag der CDU-Fraktion im kommenden Stadtrat mündet. Ähnliche Wirtschaftsbeiräte arbeiten auch schon erfolgreich in anderen Städten. Ein solcher Beirat besteht aus Vertretern der unterschiedlichsten Wirtschaftsgruppen und soll die Verwaltung und den Stadtrat bei Entscheidungen zu wirtschaftsrelevanten Themen beraten.