Der eklatante Rechtsverstoß bei der Ernennung des OLG-Präsidenten durch den SPD-Landes-Justizminister verschlägt vielen Menschen die Sprache. Hier fehlen einem wirklich die Worte. Wie will die Landesregierung, wie will der SPD-Ministerpräsident von den Bürgerinnen und Bürgern noch rechtmäßiges Verhalten einfordern, wenn sie selbst rechtswidrig handeln? Es genügt der SPD nicht, dass das Bundesverfassungsgericht einen Verfassungsbruch bei der Ernennung von Präsident Bartz rügt, im Gegenteil: dem Mitbewerber wird zugemutet, den kompletten Instanzenweg zu gehen, um zu seinem Recht zu kommen. Und zur Krönung muss konstatiert werden, dass der SPD-Landesjustizminister kein Unrechtsbewusstsein zeigt. Was muss noch passieren, damit Herr Bamberger von seinem Amt zurück tritt? In jeder Firma hat rechtswidriges Verhalten personelle Konsequenzen, nicht so bei der Landesregierung. Hier wird geduldet, dass dem Justizminister von den zwei höchsten Bundesgerichten ein Verfassungsbruch attestiert wird!
Dass zuvor zwei rheinland-pfälzische Gerichte Entscheidungen im Sinne des Justizministeriums gefällt haben kann nicht als Argument für den Justizminister gelten, sondern spricht gerade gegen eine Regierung, die nach Scheckheftmanier regiert.
Was muss sich im Hintergrund abspielen, damit solche Entscheidungen gefällt werden? Nimmt die Landesregierung nicht nur auf die Kommunen und ihre Investitionsentscheidungen bestimmenden Einfluss? Dass die SPD-Landesregierung durch die in den letzten Jahren praktizierte Zuschusspolitik die Investitionen in den Kommunen erheblich mitbestimmt und damit Artikel 28 des Grundgesetzes untergräbt ist leider eine Tatsache, die schon häufig moniert wurde. Ist das nur die Spitze des Eisbergs?

Angela Keul-Göbel

Der OB-Wahlkampf in Koblenz läuft: Die Lager sind gespalten – zwischen Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (SPD) auf der einen und den potenziellen CDU-Bewerbern Peter Labonte und Ralf John auf der anderen.

Die zufälligerweise vorwiegend aus dem SPD-Ortsverein von Herrn Altmeier stammenden derben Leserbriefe gegen die OB-Kandidaten, die sich am 22. April den Koblenzer CDU-Mitgliedern zur Wahl stellen, fordern zu einigen Bemerkungen heraus.

Herr Dr. Hofmann-Göttig, der Professor aus Leipzig, ist seit genau 40 Jahren SPD-Mitglied und wurde als Parteisoldat von Kurt Beck zum OB-Wahlkampf abkommandiert. Für wie einfältig hält die SPD die Koblenzer Wählerinnen und Wähler eigentlich, wenn sie versucht, den Alt-Genossen als “unabhängigen Kandidaten” zu verkaufen?

Ist es denn solch eine Schande, für eine traditionsreiche Volkspartei zu kandidieren – warum also der Etikettenschwindel? Wo SPD drin ist, sollte auch SPD draufstehen. Aber vielleicht fällt es ja vielen Sozialdemokraten schwer, sich zu “ihrer” SPD zu bekennen, wie im Falle des Schatzmeisters der SPD Metternich, Eberhard Stahl, der als Leserbriefautor doch tatsächlich feststellt, dass nun seine Wahlentscheidung gefallen sei und man der CDU nicht mehr das Vertrauen schenken könne. Ich denke, Sinn eines Leserbriefs ist es nicht, unter Verschweigen seiner Funktion in einer Partei zu versuchen, die Meinungsbildung der Wähler zu beeinflussen, indem man den arglosen, neutralen Bürger spielt.

Interessant ist es auch, wenn Herr Wahl OB Labonte vorwirft, er warte auf den nächsten Karrieresprung. Abgesehen davon, dass es sicherlich kein Nachteil ist, ehrgeizig zu sein, sollte sich Wahl doch einmal die unzähligen Stationen des Wandervogels Hofmann-Göttig ansehen. Ich nenne nur die letzten drei Stationen: Ministerialrat in Hessen, Ministerialdirigent im Saarland, Staatssekretär in Rheinland-Pfalz – immer auf SPD-Ticket und noch nie in einer kommunalen Verwaltung.

Also, liebe SPD: Bitte Leserbriefkampagnen und “Unabhängigkeitserklärung” des eigenen Kandidaten sein lassen und mit offenem Visier kämpfen! Dann weiß der Wähler auch genau, wer zur Wahl steht, und kann den Besseren für Koblenz aussuchen.

Andreas Biebricher, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Koblenz

Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz und Region vom 20.04.2009, Seite 10.

Mitglieder des AK rechte Rheinseite informieren sich auf der Schmidtenhöhe

Es werden keine neue Fragen aufgeworfen, um Hindernisse für das sinnvolle das Beweidungskonzept auf der Schmidtenhöhe, wie Herr Lehmkühler behauptet, aufzubauen. Tatsache ist: bei einer Besichtigung des Beweidungsgeländes bereits im August des vergangenen Jahres, an dem neben den Vertretern des CDU-Arbeitskreises rechte Rheinseite sowohl Herr Heuser vom NABU als auch der Schäfer Herr Gierden teilnahmen, wurde über das Projekt intensiv diskutiert. Bei diesem Treffen zeigte sich Herr Heuser durchaus offen für eine friedliche Koexistenz der halboffenen Weidelandschaft und der Schafhaltung, auch gegebenenfalls mit einer etwas kleineren Beweidungsfläche. Deshalb wurde seinerzeit zwischen Herrn Heuser und Herrn Gierden vereinbart, in diesem Sinne eine Lösung zu suchen. weiterlesen »