Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
der Wahlkreis 9 ist mit 4 % Vorsprung zurückerobert. Dieser klare Sieg mit mehr als 1.700 Stimmen Differenz freut mich sehr, da wir es ja im bürgerlichen Spektrum mit den Freien Wählern mit einem zusätzlichen Mitbewerber zu tun hatten, der seine Wähler fast ausschließlich aus unserem Potential rekrutiert. Unter diesen Bedingungen und angesichts des in der Endphase des Wahlkampfes alles überlagernden Themas Kernenergie, erschien der Gewinn des Direktmandates in dem bei der vorangegangenen Wahl verlorenen Wahlkreis sehr schwierig – daher ist der Sieg umso schöner.
Auch das Landesergebnis ist unter diesen Umständen fantastisch. Gerade mal 0,5 Prozentpunkte haben am Ende gefehlt, um stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz zu werden. Dies hätte noch vor einem Jahr wohl kaum jemand gedacht. Das liegt maßgeblich daran, dass die CDU Rheinland-Pfalz nach zwei von vielen Streitigkeiten geprägten Jahrzehnten durch Julia Klöckner und Christian Baldauf wieder zu einer starken Einheit formiert wurde. Mit unserer tollen Spitzenkandidatin haben wir einen hervorragenden Wahlkampf geführt. Die CDU ist wieder da und ich bin sicher, dass wir ohne die schrecklichen Ereignisse in Japan noch ganz andere Möglichkeiten gehabt hätten. Wir werden jedenfalls in den kommenden fünf Jahren selbstbewusst die Stimme in Rheinland-Pfalz erheben. Minus 10 Prozent lautet die Bilanz von Beck. Ministerpräsident Mappus hat in Baden-Württemberg nur die Hälfte verloren. Hätte die CDU in einem anderen Bundesland so haushoch verloren wie die SPD, hätte jeder von „erdrutschartigen Verlusten“ gesprochen. Beck selbst sprach von einem klaren Wählerauftrag und einem großen Erfolg für die SPD. Ex-Ministerpräsident Bernhard Vogel hat diesen Erdrutsch bei der SPD richtig kommentiert: „Wenn mir jemals so etwas passiert wäre, wäre ich noch am gleichen Abend zurückgetreten.“
Die Rückeroberung des Wahlkreises war möglich, weil ich kräftig unterstützt worden bin. Hierfür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken. Hierzu haben viele Mitstreiter beigetragen, von denen ich einen hervorheben möchte, ohne den hervorragenden Einsatz vieler anderer abwerten zu wollen. Es ist Hellmut Rübel, der den Wahlkampf für sich zum Vollzeitjob gemacht und maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat. Doch es gibt auch Unerfreuliches: leider haben sich, wie bereits bei der Oberbürgermeisterwahl, Mitglieder der CDU Koblenz vor den Karren der SPD spannen lassen und sind sogar öffentlich als Unterstützer aufgetreten. Offensichtlich haben sie sich aber verkalkuliert. Dieses Maß an Unehrlichkeit, Opportunismus und mangelnder Solidarität ist völlig inakzeptabel. Diese Personen sollten überdenken, ob die CDU weiterhin ihre politische Heimat sein kann. Doch diese unerfreuliche Marginalie sollte uns nicht die Freude über den Erfolg verderben.
Am 18. Mai wird sich der neue Landtag konstituieren und ich werde alles tun, um den Vertrauensvorschuss der Wählerinnen und Wähler zu rechtfertigen. Auch in Zukunft – nicht nur in Wahlkampfzeiten – werde ich natürlich auf Ihre Mitarbeit, Ihre Kritik und Ihre Anregungen angewiesen sein. Daher verbinde ich mit dem Dank für die geleistete Arbeit die Bitte, Ihre Bemühungen fortzusetzen, damit ich mich im Landtag mit Ihrer Rückendeckung erfolgreich für unsere Heimat einsetzen kann.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Andreas Biebricher


Auf Einladung des Koblenzer Landtagskandidaten
Andreas Biebricher soll den Platz von Michael Hörter im Mainzer Landtag einnehmen 
