Josef Oster will für die CDU in den Bundestag

Mit einem Traumergebnis hat der Kreisparteitag der Koblenzer Christdemokraten den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems, Josef Oster, als Kandidaten der CDU Koblenz für die Bundestagswahl 2017 nominiert. 97,3 % der Stimmen entfielen auf den 45-jährigen Verwaltungs- und Betriebswirt, der nun am 24. Oktober mit starkem Rückenwind in die Vertreterversammlung der drei am Bundestagswahlkreis beteiligten Kreisverbände Koblenz, Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn gehen wird. Der Lokalanzeiger sprach mit Oster und dem Parteichef der CDU Koblenz Andreas Biebricher.

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Lokalanzeiger: Herr Oster, 97,3%, hatten Sie das erwartet?

Oster: " Das ist natürlich ein traumhaftes Ergebnis, mit dem ein frisch angekommener Kandidat nicht unbedingt rechnen durfte. Es motiviert und verpflichtet mich umso mehr und ich bedanke mich bei den Mitgliedern der Koblenzer CDU für den Vertrauensvorschuss. Die letzte Entscheidung trifft aber die Wahlkreisvertreterversammlung. Sollte sie mich endgültig zum Kandidaten für unseren Wahlkreis bestimmen, werde ich mich mit ganzer Kraft um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger bemühen, damit sie mir Gelegenheit geben, für ihre Interessen in Berlin zu kämpfen.


Lokalanzeiger: Wer ist eigentlich Josef Oster? Wo kommt er her, was hat ihn geprägt? Sagen Sie unseren Lesern doch bitte kurz etwas zu Ihrer Person.

Oster: "Geboren bin ich in Zell an der Mosel. Cochem und Bad Ems sind jeweils wichtige berufliche Stationen. Insbesondere bei meiner Tätigkeit als hauptamtlicher Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems, die ich seit fast 15 Jahren wahrnehme, konnte ich wichtige politische und gesellschaftliche Erfahrungen sammeln. Mit dieser Aufgabe verbunden ist die Leitung der Verbandsgemeideverwaltung mit über 100 Mitarbeitern - eine anspruchsvolle Aufgabe. Auch das politische Parkett in Berlin ist mir bestens bekannt. Dort habe ich einige Jahre als Referent und Büroleiter für Peter Bleser, der heute Chef der rheinland-pfälzischen Landesgruppe der CDU und Mitglied der Bundesregierung ist, gearbeitet. Daher verfüge ich auch über gute Kontakte in die Haupstadt. Mitglied der CDU bin ich übrigens seit 28 Jahren. Und seit einigen Monaten wohne ich jetzt in Koblenz. Im Stadtteil Güls habe ich im dortigen Neubaugebiet ein Haus gebaut. Mit Güls verbinden mich seit vielen Jahren enge familiäre Beziehungen.

Lokalanzeiger: Wie kam die CDU Koblenz auf den Kandidaten Josef Oster, Herr Biebricher?

Biebricher: " Seit klar war, dass das Bundestagsmandat neu zu besetzen ist, haben viele Gespräche mit potentiellen Kandidaten stattgefunden. Da Josef Oster seit einiger Zeit seinen Wohnsitz in Koblenz hat, haben wir ihn in unsere Überlegungen mit einbezogen. Vier Interessenten wurden dann genau begutachtet und Josef Oster konnte sich nach intensiven Vorstellungs- und Beratungsrunden durchsetzen. Er ist mit seinen 45 Jahren bereits ein äußerst erfahrener Politiker, der bei den Bürgerinnen und Bürgern aufgrund seines Auftretens und seiner Leistungen sehr beliebt und anerkannt ist. Seit 15 Jahren macht er einen hervorragenden Job als hauptamtlicher Bürgermeister und es wäre für die arg gebeutelten Kommunen gut, mit ihm einen kompetenten Fachmann als Fürsprecher in Berlin zu bekommen."

Auch Sie als Parteichef waren im Gespräch für eine Bundestagskandidatur. Hatten Sie kein Interesse?

Biebricher: " Sicherlich wäre das für mich eine sehr reizvolle und interessante Aufgabe gewesen, aber nach intensiver Abwägung habe ich mich aus familiären und beruflichen Gründen entschieden, den Weg nach Berlin nicht zu gehen. Umso mehr freut es mich, dass wir mit Josef Oster einen Top-Kandidaten gefunden haben und ich bin sehr zuversichtlich, dass ihn die Delegierten am 24. Oktober in großer Einmütigkeit als Bundestagskandidaten aufstellen werden."

Lokalanzeiger: Herr Oster, was treibt Sie an, das Mandat anzustreben und was würden Sie gerne in Berlin anstoßen?

Oster: "Es wäre für mich eine große Ehre, wenn ich unsere tolle Stadt Koblenz und den Wahlkreis im Bundestag vertreten dürfte. Die so attraktive Großregion Koblenz mit Rhein, Mosel und Lahn, muss auch in Zukunft eine starke Stimme in Berlin haben. In den vergangenen vier Wahlperioden war unser Wahlkreis mit Michael Fuchs hervorragend vertreten. Ich würde gerne die große Herausforderung annehmen, in diesem Sinne die Arbeit im Bundestag fortzuführen. Sicherlich kann mir mein bisheriger beruflicher und politischer Werdegang dabei hilfreich sein. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Deutschen Bundestag wäre daher natürlich auch, wie Andreas Biebricher bereits sagte, Fürsprecher der Städte und Gemeinden zu sein, die ohne Unterstützung von Bund und Land ihren für die Bürgerinnen und Bürger so wichtigen Aufgaben und Funktionen nicht ordentlich nachkommen können.

Lokalanzeiger: Apropos Städte und Gemeinden... Würden Sie Ihre Aufgabe als Bürgermeister vermissen?

Oster: "Es war und ist für mich eine große Freude, in einer so besonderen Verbandsgemeinde wie Bad Ems Bürgermeister sein zu dürfen. Daher würde ich ganz gewiss viele Dinge vermissen, ganz besonders natürlich den unmittelbaren und persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Aber auch als Bundestagsabgeordneter würde ich der Region und damit ja auch Bad Ems erhalten bleiben, nur in einer anderen, noch verantwortungsvolleren Funktion. Mein Ziel wird es sein, auch als Abgeordneter so häufig wie möglich in den Städten und Dörfern des Wahlkreises präsent zu sein und auf die Weise viele persönliche Kontakte mit den Bürgerinnen und Bürgern zu pflegen."

Lokalanzeiger: Detlev Pilger ist bereits Mitglied des Deutschen Bundestages, Josef Oster ist ein neuer Kandidat. Ein Vorteil für die SPD?

Biebricher: "Natürlich hat Detlev Pilger aufgrund dieser Konstellation zum jetzigen Zeitpunkt einen Vorsprung hinsichtlich des Bekanntheitsgrades. Den gilt es schnell aufzuholen und den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, dass Josef Oster der ideale Vertreter unseres Wahlkreises in Berlin ist. Dies ist nun unsere Aufgabe und ich bin sicher, dass uns das gelingen wird, denn Josef Oster vereinigt Kompetenz, Dynamik und Erfahrung mit sympathischem Auftreten und Bürgernähe. Und er ist noch jung genug, sich in Berlin eine starke Position und ein Netzwerk aufzubauen, um Koblenz und die Region langfristig gut zu vertreten.